Stuttgarter sind krisenbewusst aber sicher

Umfrage der Wirtschaftsjunioren auf Kreis- und Bundesebene zeigt Zuversicht am Arbeitsplatz und Wunsch nach besserer Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Stuttgart, 28. August 2009 – Die Wirtschaftsjunioren befragten die Bevölkerung zur allgemeinen und individuellen wirtschaftlichen Situation. Auch die Themen Ausbildung und Familie sowie die Politik der Bundesregierung galt es, zu bewerten. Im Kreis Stuttgart nahmen 215 Menschen an der jährlich stattfindenden Umfrage teil, bundesweit wurden 12.000 Fragebögen ausgefüllt. Die Ergebnisse der Umfrage vom 25. und 26. April 2009 liegen nun vor.

Die Krisenstimmung in der Bevölkerung steigt: Sahen im Mai 2007 nur 7 Prozent der Befragten erste Anzeichen für einen Rückgang der deutschen Konjunktur, erkannten im April 2009 fast 50 Prozent einen tiefgreifenden und langanhaltenden Rückgang der Wirtschaft. Gegenüber 2008 (26 Prozent) hat sich die Zahl der Pessimisten damit nahezu verdoppelt.

Trotz der negativen Erwartungen für die Zukunft gehen die meisten Stuttgarter davon aus, dass sich an ihrer persönlichen finanziellen Situation nichts ändert. Fast 45 Prozent der Befragten glauben, dass ihre finanzielle Situation in zwölf Monaten die selbe ist wie heute, rund 30 Prozent erwarten sogar eine Verbesserung. 21 Prozent der Befragten gaben dennoch an, künftig weniger für die Altersvorsorge zur Seite zu legen.

Das Geld wollen die Befragten zunehmend in die Weiterbildung (28 Prozent) und ins Sparschwein stecken (29 Prozent). Sollte das Geld knapp werden, sind die Stuttgarter am ehesten bereit, ihre Konsumausgaben zu reduzieren. Das betrifft insbesondere die Ausgaben für Bekleidung, Elektronik und Auto (31 Prozent) sowie Urlaub, Freizeit und Hobbies (29 Prozent).

Wie die Umfrage zeigt, sind die Stuttgarter mit ihrer Arbeit zufrieden und sehen sich auch im internationalen Vergleich gut positioniert. Sorgen macht jedoch die unzureichende Vereinbarkeit von Beruf und Familie. 63 Prozent der Befragten sind der Meinung, Familien würden in Deutschland nicht ausreichend unterstützt. Fast 70 Prozent fordern mehr Betreuungsmöglichkeiten, gefolgt von flexibleren Arbeitszeiten (54 Prozent).

Die Befragungsergebnisse im Detail erhalten Sie unter www.wj-stuttgart.de sowie unter www.wjd.de/bevoelkerungsbefragung.

 

Über die Wirtschaftsjunioren:
Die Wirtschaftsjunioren Deutschland bilden mit mehr als 10.000 aktiven Mitgliedern aus allen Bereichen der Wirtschaft den größten Verband von Unternehmern und Führungskräften unter 40 Jahren. Bundesweit verantworten die Wirtschaftsjunioren bei einer Wirtschaftskraft von mehr als 120 Mrd. Euro Umsatz rund300.000 Arbeits- und 35.000 Ausbildungsplätze. Der Bundesverband WJD ist seit 1958 Mitglied der mehr als 100 Nationalverbände umfassenden Junior Chamber International (JCI).


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